Heilbronn
''Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Heilbronn in Baden-Württemberg, Deutschland. Für den Weiler Heilbronn in der Gemeinde Oberegg, Kanton Appenzell-Innerrhoden, Schweiz; siehe Oberegg AI.''-----{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" align="right" style="margin-left:1em; background:#e3e3e3;"! Wappen! Karte|----- bgcolor="#FFFFFF"| align="center" | Bild:Wappen_Heilbronn.png|120px|Wappen von Heilbronn| align="center" | Bild:Karte_heilbronn_in_deutschland.png|140px|Deutschlandkarte, Position von Heilbronn hervorgehoben|-----! colspan="2" | Basisdaten|----- bgcolor="#FFFFFF"| Bundesland (Deutschland)|Bundesland: || Baden-Württemberg|----- bgcolor="#FFFFFF"| Regierungsbezirk: || Regierungsbezirk Stuttgart|Stuttgart|----- bgcolor="#FFFFFF"| Regionalverband|Region: || Regionalverband Heilbronn-Franken|Heilbronn-Franken|----- bgcolor="#FFFFFF"| Landkreis|Kreis: || Stadtkreis|----- bgcolor="#FFFFFF"| Fläche: || 99,88 Quadratkilometer|km²|----- bgcolor="#FFFFFF"| Einwohner: || 119.305 ''(Oktober 2004)''|----- bgcolor="#FFFFFF"| Bevölkerungsdichte: || 1.194 Einwohner/km²|----- bgcolor="#FFFFFF"| Höhe: || 157 m ü. Normalnull|NN|----- bgcolor="#FFFFFF"| Postleitzahlen: || 74001-74081 (alt: 7100)|----- bgcolor="#FFFFFF"| Telefonvorwahl|Vorwahlen: || 07131 und 07066|----- bgcolor="#FFFFFF"| Geografische Lage: || 49° 09' n. Br. 09° 13' ö. L.|----- bgcolor="#FFFFFF"| Kfz-Kennzeichen: || HN|----- bgcolor="#FFFFFF"| Amtlicher Gemeindeschlüssel|Gemeindeschlüssel: || 08 1 21 000|----- bgcolor="#FFFFFF"| Gliederung des Stadtgebiets: || 10 Stadtteile|----- bgcolor="#FFFFFF"| Adresse der Stadtverwaltung: || Marktplatz 7 74072 Heilbronn|----- bgcolor="#FFFFFF"| Website: || [http://www.heilbronn.de/ www.heilbronn.de]|----- bgcolor="#FFFFFF"| E-Mail-Adresse: || [mailto:posteingang@stadt-heilbronn.de posteingang@stadt-heilbronn.de]|-----! colspan="2" | Politik|----- bgcolor="#FFFFFF"| Oberbürgermeister: || Helmut Himmelsbach Parteiloser|(parteilos)|}'''Heilbronn''' ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg. Sie liegt am Fluss Neckar und ist das Oberzentrum der württembergischen Region Heilbronn-Franken innerhalb des Regierungsbezirk Stuttgart|Regierungsbezirks Stuttgart und gleichzeitig Sitz des Landkreis Heilbronn|Landkreises Heilbronn, von dem sie vollständig umgeben ist. Die ehemalige Freie Reichsstadt und spätere württembergische Oberamts- beziehungsweise Kreisstadt überschritt mit der Eingliederung der Gemeinde Klingenberg zum 1. Januar 1970 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit zur GroÃ?stadt. Mit derzeit ca. 120.000 Einwohnern steht Heilbronn an sechster Stelle unter den GroÃ?städten des Landes.Heilbronn ist bekannt als Stadt des Weins sowie als "Käthchenstadt". Letztere Bezeichnung bekam die Stadt durch das Schauspiel [http://www.das-kaethchen-von-heilbronn.de Das Käthchen von Heilbronn] von Heinrich von Kleist (aktuell bekleidet das Amt des "Käthchen von Heilbronn" die 20jährige Siebenbürgen|Siebenbürgerin Christiane Henrich - ''Stand: 31. Mai 2004'').== Geografie =='''Heilbronn''' liegt in einer durch den Neckar gebildeten Talerweiterung am FuÃ?e des Wartbergs (308 m), zu beiden Seiten des Neckars auf einer fruchtbaren Terrassenfläche im nördlichen Zipfel des Neckarbeckens.Heilbronn gehört mit dem Umland zum nördlichen Bereich des "Verdichtungsraums Stuttgart" (Umfang siehe unter Stuttgart). Die Stadt ist Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken und damit eines von insgesamt 14 im Rahmen des Landesentwicklungsplans 2002 des Landes Baden-Württemberg ausgewiesenen Oberzentren. Dieses übernimmt für die Städte und Gemeinden Abstatt, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Flein, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Nordheim (Württemberg), Obersulm, Pfaffenhofen an der Zaber, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untergruppenbach, Weinsberg, Wüstenrot und Zaberfeld auch die Aufgaben des Mittelbereichs.=== Nachbargemeinden ===Folgende Stadt|Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Heilbronn. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Heilbronn:Bad Wimpfen, Untereisesheim, Neckarsulm, Erlenbach im Landkreis Heilbronn|Erlenbach, Weinsberg, Lehrensteinsfeld, Untergruppenbach, Flein, Talheim, Lauffen am Neckar, Nordheim (Neckar)|Nordheim, Leingarten, Schwaigern, Massenbachhausen und Bad Rappenau.=== Stadtgliederung ===Bild:Sontheim_am_Neckar_1900.jpg|thumb|200px|Sontheim am Neckar um 1900Bild:Biberach-heilbronn.jpg|thumb|200px|Biberach (Heilbronn) um 1910Das Stadtgebiet von Heilbronn ist in 10 Stadtteile gegliedert. In den Stadtteilen Biberach, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen und Klingenberg, die erst durch die jüngste Gebietsreform nach Heilbronn eingegliedert wurden, bestehen '''Bezirksbeiräte''', da sie entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Heilbronn "Bezirke" im Sinne von § 64 Abs. 1 der Gemeindeordnungen in Deutschland|Gemeindeordnung für Baden-Württemberg bilden. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine MaÃ?nahme obliegt dann allerdings dem Gemeinderat der Gesamtstadt Heilbronn. 001 Innere Stadt 002 Ã?uÃ?ere Innenstadt 003 Böckingen 004 Neckargartach 005 Sontheim 006 Klingenberg 007 Frankenbach 008 Heilbronn-Kirchhausen|Kirchhausen 009 Biberach [http://www.genealogie-nordwuerttemberg.de/Namen/stegstrecker.htm Weblink] 010 Horkheim== Geschichte ===== Erste Besiedlung ===Die ältesten menschlichen Spuren in und um Heilbronn datieren bis in die Altsteinzeit (30.000 v. Chr.) zurück. Die fruchtbaren Neckarauen des Heilbronner Beckens förderten früh die Besiedlung durch Ackerbauern und Viehzüchter. Das heutige Stadtgebiet enthält auch zahlreiche bronzezeitliche Fundstellen. Später, aber noch in vorchristlicher Zeit haben die Kelten hier Salz aus Sole gewonnen.Unter dem römischen Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) wird im heutigen Stadtteil Böckingen ein römisches Kastell errichtet. Die Römer waren vom Rhein aus westwärts vorgedrungen und als AuÃ?engrenze des römischen Reichs entstand der Neckarlimes mit weiteren Befestigungen in Wimpfen und um 150 n. Chr. in Jagsthausen. In der Umgebung entstehen zahlreiche weitere römische Villen und Gutshöfe.Um 260 n. Chr. zerfällt der Neckarlimes und die Alemannen beherrschen das Neckarbecken. Zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert kommt das Gebiet zum Fränkischen Reich und es entsteht die erste Siedlung im Bereich der heutigen Kernstadt.=== Erste urkundliche Erwähnung ===741 wird Heilbronn als ''villa Helibrunna'' sowie eine Michaelsbasilika in einer Schenkungsurkunde des Bistums Würzburg erstmals urkundlich erwähnt. König Ludwig der Deutsche hielt im Jahr 841 hier Hof. Der Name ''Heilbrunna'' deutet auf einen unweit der Basilika gelegenen Brunnen hin. Um das Jahr 1050 wird eine bedeutende Ansiedlung von Juden urkundlich erwähnt. Im Hirsauer Codex wird 1146 die Markt- und Münzgerechtigkeit festgehalten, ebenso ist darin die Existenz eines Hafens sowie der Weinbau in Heilbronn nachweisbar.=== Deutscher Ritterorden und Stadtrecht ===1225 wird Heilbronn als ''oppidum Heilecbrunnen'' Teil des Stauferreichs. "Oppidum" bezeichnet eine von Mauern und Gräben befestigte Stadt. Das älteste Stadtsiegel datiert aus dem Jahr 1265. Während des 13. Jahrhunderts erhält auch der Deutsche Ritterorden im Süden von Heilbronn ein groÃ?es Gebiet, das erst 1805 säkularisiert werden sollte. Der Orden errichtet darauf ab 1268 den Deutschhof als Hauskommende. Die darin gelegene Deutschordenskirche wurde kontinuierlich ausgebaut (1350 gotische Erweiterung, 1719 Barockisierung, 1977 Weihe zum Deutschordensmünster).1281 verleiht König Rudolf I. (HRR)|Rudolf I. nach dem Untergang der Staufer Heilbronn ein neues Stadtrecht und setzt einen königlichen Vogt als Herrscher ein. Daneben gibt es einen Rath mit einem SchultheiÃ?en an der Spitze. Um 1300 wurde erstmals ein Rathaus mit Markplatz errichtet und die Kilianskirche auf den Ã?berresten der früheren Michaelsbasilika erweitert. Das Neckarprivileg regelte ab 1333, dass die Stadt den Lauf des Flusses ändern konnte, wodurch neue Stauwehre, Hafenanlagen und Mühlen entstanden. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt dadurch zunehmend attraktiv für Handwerker und Kaufleute, deren Einfluss ständig wuchs und die Mitbestimmung forderten.1371 erhielt die Stadt eine neue Verfassung durch Kaiser Karl IV. (HRR)|Karl IV. Die Stadt war damit nur noch dem Kaiser unterstellt und somit Freie Reichsstadt, dem Rat der Stadt gehörten nunmehr auch Vertreter von Handwerkern und Kaufleuten an. Neben der eigentlichen Stadt Heilbronn gehörten zum reichsstädtischen Territorium auch die Dörfer Böckingen, Flein, Frankenbach und Neckargartach.Als Freie Reichsstadt sah sich Heilbronn ständig vom zu dieser Zeit aufstrebenden Haus Wirtemberg bedroht. Ein äuÃ?erst enges Verhältnis zum Kaiser sowie ab 1417 ein bis 1622 gültiges Bündnis mit der Kurpfalz festigten die Stellung gegenüber den späteren Württembergern. Die politische Stabilität des 15. Jahrhunderts bedingte eine weitere Blüte der Stadt. Zahlreiche historische Bauten gehen auf diese Periode zurück, zum Beispiel die abermalige VergröÃ?erung der Kilianskirche 1455-1460.=== Zeit der Bauernkriege und Reformation ===1519 wird Götz von Berlichingen für 3 Jahre in Heilbronn in "ritterliche Haft" genommen und verbringt auch eine Nacht im Bollwerkturm. Im selben Jahr tritt erstmals der Böckinger Gastwirt Jäcklein Rohrbach in Erscheinung, der mit Komplizen den Böckinger SchultheiÃ? Jakob von Olnhausen erschieÃ?t. Nachdem er sich einige Zeit in Hohenlohe aufgehalten und Gleichgesinnte um sich gesammelt hatte, kehrt er im April 1525, inmitten des Deutscher Bauernkrieg|Bauernkriegs, nach Heilbronn zurück. Am 16. April ermorden die Bauern zahlreiche Adlige in Weinsberg, am 18. April wird das Heilbronner Karmeliterkloster überfallen und geplündert. Der Rat der Stadt öffnet unter dem Druck der Bauern die Stadttore, worauf am kommenden Tag weitere Kirchen und städtische Einrichtungen geplündert werden. Für etwa einen Monat bleibt Heilbronn in der Hand der aufständischen Bauern, die trotz der Intervention des späteren Heilbronner Reformators Johann Lachmann erst nach der Niederlage eines Bauernheers am 12. Mai 1525 in Böblingen aus Heilbronn abziehen. Anführer Rohrbach wird am 21. Mai 1525 in Neckargartach hingerichtet, sein Heimatdorf Böckingen wird zur Strafe teilweise niedergebrannt.1528 wird in Heilbronn durch die Ablösung des Bürgermeisters durch den Protestanten Hans Riesser die durch den Bauernkrieg zuvor verzögerte Reformation vollzogen. Durch Reformator Lachmann werden in der Folge auch das Schul- und Krankenwesen in Heilbronn neu organisiert. 1529 wird der Kiliansturm fertig gestellt. Er ist das erste bedeutende Bauwerk der Renaissance in Deutschland. 1530 bekennen sich Rat und Bürgerschaft zur Augsburger Konfession. Der auf Johann Lachmann zurückgehende "Heilbronner Katechismus" von 1536 ist der zweitälteste der evangelischen Kirche. 1538 tritt Heilbronn dem Schmalkaldischen Bund bei.Im Jahr 1546 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der Schmalkaldener und den Truppen Kaiser Karl V. (HRR)|Karls V., die von den Kaisertruppen gewonnen werden. Der Kaiser hält sich infolgedessen zu Weihnachten 1546 zum Strafgerichtstermin in Heilbronn auf. Karl V. ist es auch, der im Jahr 1552 die Ratsverfassung der Stadt neu regelt, die beinahe unverändert bis 1803 Bestand haben sollte.=== DreiÃ?igjähriger Krieg ===Während des DreiÃ?igjähriger Krieg|DreiÃ?igjährigen Kriegs leiden die Stadt und ihre Dörfer stark. Nach der Schlacht bei Bad_Wimpfen|Wimpfen wird 1622 Neckargartach niedergebrannt. 1631 wird Heilbronn von Truppen des Kaisers besetzt, aber noch im selben Jahr gelingt es den Schweden, die Stadt einzunehmen. Von 1634 bis 1647 ist die Stadt wieder in der Hand kaiserlicher Truppen, danach ziehen französische und anschlieÃ?end kurpfälzische Truppen ein. Erst vier Jahre nach dem Westf%C3%A4lischer_Friede|Westfälischen Frieden von 1648 ziehen die letzten Besatzungstruppen aus Heilbronn ab, doch bereits in den 1670er Jahren wird die Stadt wieder zum Schauplatz für Aufmärsche von Armeen der Franzosenkriege, bis sie im Jahr 1688 gar von den Franzosen besetzt wird. Die französische Besatzung der Stadt endet zwar binnen weniger Monate, die Franzosen können aber erst durch den Aufmarsch eines groÃ?en Heeres 1691 sowie durch den Bau von Verteidigungsanlagen 1693 auch aus dem Umland vertrieben werden.=== Ã?bergang zu Württemberg ===Im 18. Jahrhundert erlebt das Bürgertum eine Blüte in Heilbronn. In den Stadtarchiven ist überliefert, dass im 18. Jahrhundert fast alle Ratsmitglieder der Stadt über akademische Bildung verfügen. Nun halten sich hier auch Schiller und Goethe auf, und es entstehen prachtvolle Bauten.Am 9. September 1802 endet die Reichsfreiheit der Stadt Heilbronn mit dem Einmarsch der Truppen des Herzogs von Württemberg. Als Folge der Erbfolgekriege hatte dieser seine auf dem linken Rheinufer gelegenen Ländereien an Frankreich abtreten müssen, war aber dafür mit dem Zuschlag der vormals Freien Reichsstadt entschädigt worden. Heilbronn kommt so 1803 an Württemberg und wird Sitz eines Oberamt Heilbronn|Oberamtes, die 4 reichsstädtischen Dörfer werden selbständige Gemeinden innerhalb des neuen Oberamtes.Im Jahr 1815 wird Heilbronn wieder zum Aufmarschplatz für groÃ?e Truppenverbände vor dem Feldzug gegen Napoleon. Auf der Theresienwiese findet eine Parade von 10.000 Mann statt, wobei Kaiser Franz_II._Joseph_Karl_%28HRR%29|Franz von Ã?sterreich und 126 deutsche Fürsten und Generale anwesend sind. Zar Alexander von Russland trifft in Heilbronn die baltische Baronin Juliane von Krüdener, die ihn zur Gründung der "Heiligen Allianz" bekräftigt.=== Industrialisierung ===Ab 1820 setzt die Industrialisierung ein, die ab 1848 mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Stuttgart rasch an Aufschwung gewinnt.Im Jahr 1848 hat Heilbronn aber auch vorübergehend unter den Wirren der Revolution zu leiden. Das 8. Württembergische Infanterieregiment läuft zu den Aufständischen über und wird anschlieÃ?end entwaffnet und strafversetzt. Die Heilbronner Bürgerwehr kämpfte im badisch-pfälzischen Freiheitskampf.Die Bahnlinie nach Stuttgart wurde über Ulm an den Bodensee fortgeführt und war bald die wichtigste Bahnlinie im Land. In den 1860er Jahren erfolgt dann der Bau der Bahnlinie von Heilbronn über Bad Wimpfen nach Heidelberg. Ende des 19. Jahrhundert|19. Jahrhunderts ist Heilbronn ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und nach Stuttgart die zweitgröÃ?te Industriestadt des Königreichs Württemberg.Im Jahr 1892 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Stromnetz des Elektrizitätswerks in Lauffen. Heilbronn hat damit als erste Stadt der Welt die Fernversorgung mit Strom aufgenommen.=== Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg ===Unter den Einwohnern Heilbronns um 1900 waren nach fast einem Jahrhundert wirtschaftlichen Aufschwungs und Wachstums der örtlichen Industrie sehr viele Arbeiter. Heilbronn galt als "rote Hochburg", es entstanden zahlreiche Arbeiter- und Sportvereine. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg erzielte bei der Reichstagswahl in Heilbronn die Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD den höchsten Stimmenanteil und konnte diesen in den Zeit der Weimarer Republik auch halten. Hitler war bei seinem Besuch in der Stadt am 15. Mai 1926 nicht von allen ein gern gesehener Gast, und es kam zu einem Handgemenge wegen einem Mann, der für Hitler gehalten wurde mit mehreren Verletzten. Hitler selbst konnte unbehelligt in der Stadthalle "Harmonie" seine Rede halten. Noch bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 erhielt die SPD in Heilbronn mehr Stimmen als die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP.NSDAP-Kreisleiter in Heilbronn war seit 1932 Richard Drauz, Sohn einer angesehenen Heilbronner Familie, der ab 1933 auch dem Reichstag angehörte, und der energisch die Gleichschaltung der Heilbronner Vereine und der Presse vorantrieb.Am 28. Juli 1935 wurde der Kanalhafen am Neckar eröffnet, und ein Jahr später wird die Autobahn nach Stuttgart fertig gestellt. Wirtschaft und Verkehr in Württemberg florieren, und Heilbronn liegt im Schnittpunkt der neuesten und schnellsten Verkehrsachsen.Nach Auflösung der württembergischen Oberämter 1938 wird Heilbronn Sitz des neuen Landkreis Heilbronn|Landkreises Heilbronn. Die Stadt selbst scheidet aus dem Landkreis Heilbronn aus und wird kreisfrei. Die Stadtteile Böckingen, Sontheim und Neckargartach werden zum 1. Oktober 1938 eingemeindet. Mit 72.000 Einwohnern ist Heilbronn somit die zweitgröÃ?te Stadt in Württemberg nach Stuttgart. Der Kanalhafen wird wichtiger Umschlagplatz am Neckar und zählt zu den zehn gröÃ?ten deutschen Binnenhäfen.Am 10. November 1938 wird die Heilbronner Synagoge zerstört. Im Laufe des Jahres 1939 wird die jüdische Gemeinde in Heilbronn praktisch ausgerottet.Ab 1942 werden in den Salzbergwerken in und um Heilbronn Kunstschätze aus Deutschland, Frankreich und Italien eingelagert. Ebenso werden rüstungswichtige Betriebe in die Bergwerksstollen verlagert. Der Ausbau der Stollen (Bergbau)|Stollen wird durch Kommandos der Konzentrationslager-AuÃ?enstellen in Kochendorf und Neckargartach übernommen. Von Heilbronn bis Neckarelz entsteht so eine Vielzahl teilweise gigantischer unterirdischer Anlagen. Das Arbeitsamt Heilbronn meldete in seinem Bezirk zum 20. November 1942 knapp 8.000 Zwangsarbeiter.Am 10. September 1944 erfolgt ein Bombenangriff eines US-Kampfgeschwaders mit rund 100 Flugzeugen mit dem Ziel des Böckinger Rangierbahnhofs. Dabei starben 281 Böckinger durch 406 abgeworfene 500-Pfund-Streubomben, 736 250-Pfund-Streubomben und 26 400 Vier-Pfund-Stabbrandbomben. Der Bombenteppich reichte von Böckingen über das Heilbronner Südviertel bis zur Heilbronner Kilianskirche in der Heilbronner Stadtmitte, die ebenfalls brannte. Bild:Heilbronn_1945.jpg|thumb|right|Heilbronn, 1945Zur Katastrophe für Heilbronn wurde der Bombenangriff am 4. Dezember 1944. Dabei wird die Innenstadt durch 282 Lancaster-Bomber des britischen 5. Bomberkommandos der Royal Air Force (RAF) völlig zerstört und die umliegenden Dörfer erheblich beschädigt. Innerhalb einer halben Stunde sterben über 6.500 Menschen, von denen über 5.000 in Massengräbern im stadtnahen Köpfertal, dem heutigen Ehrenfriedhof, beigesetzt wurden. Alljährlich wird den Opfern dort bis heute an diesem Tag in einer Trauerstunde gedacht. Insgesamt schrumpfte die Bevölkerung während des Krieges auf 46.350 Einwohner. Nach zehntägigem Kampf um die strategisch wichtige Ã?berquerung des Neckars mit den von Westen vorrückenden Alliierten endet der Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg für die zerstörte Stadt am 12. April 1945 mit der Besetzung durch US-Truppen. Gauleiter Drauz hält auf seiner Flucht zahlreiche Standgerichte und wird, weil er im März 1945 amerikanische Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, erschossen hatte, am 4. Dezember 1946 in Landsberg gehängt.=== Gegenwart ===Nach Kriegsende wird Emil Beutinger, der bis 1933 Bürgermeister gewesen war, wieder in sein Amt eingeführt und beginnt sofort mit dem Wiederaufbau, der durch seine Nachfolger Paul Metz und Paul Meyle fortgeführt wurde. 1953 kann das wiederaufgebaute historische Rathaus eingeweiht werden, 1958 die städtische Festhalle "Harmonie".Ab 1951 sind US-Truppen fest in Heilbronn stationiert. Diese nutzen bestehende Kasernen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und errichten auch eigene Anlagen.Die Einweihung der Autobahn von Heilbronn nach Mannheim im Jahr 1968 setzt wichtige wirtschaftliche Akzente für Heilbronn. Die Autobahn nach Würzburg folgt 1974, nach Nürnberg 1979. Heilbronn wird zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Südwestdeutschland, zahlreiche GroÃ?betriebe siedeln sich entlang der neuen Verkehrsadern an.Durch die Eingemeindung von Klingenberg am 1. Januar 1970 hat Heilbronn über 100.000 Einwohner und wird damit GroÃ?stadt.Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 bleibt Heilbronn selbst kreisfrei und auch Sitz des nunmehr vergröÃ?erten Landkreises Heilbronn. Es wird ferner Sitz der neu gebildeten "Region Franken" (heute Region Heilbronn-Franken).In den 1970er Jahren erfolgt auch die Umgestaltung der Innenstadt zur FuÃ?gängerzone. Die Einweihung des Stadttheaters im Jahr 1982 schlieÃ?t eine der gröÃ?ten durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen städtebaulichen Lücken in der Innenstadt.Der Nato-Doppelbeschluss führt ab 1983 zur Stationierung von Pershing-II-Atomraketen auf der Heilbronner Waldheide. Die Raketenbasis rückt 1985 weiter in das Zentrum der Beachtung der bundesdeutschen Friedensbewegung, nachdem bei einem Unfall beim Verladen einer Rakete sechs US-Soldaten zu Tode gekommen waren. In der Folge wird Heilbronn Ziel von vielen Friedensmärschen. Erst 1992 ziehen die Amerikaner aus Heilbronn ab, und die Stadt übernimmt 300 Hektar vormals militärisch genutzte Flächen.Ab 1998 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Nahverkehrs-Netz der Stadtbahn nach Karlsruhe. Hierfür wurde die Innenstadt abermals groÃ?flächig umgestaltet.=== Eingemeindungen ===Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heilbronn eingegliedert wurden:{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0"|----- bgcolor="#efefef"| '''Jahr''' || '''Orte''' || '''Zuwachs in ha'''|-----| 01.06.1933 || Heilbronn-Böckingen|Böckingen, Stadt (seit 1919) || align="right" | 1.135|-----| 01.10.1938 || Heilbronn-Neckargartach|Neckargartach || align="right" | 1.125|-----| 01.10.1938 || Heilbronn-Sontheim|Sontheim || align="right" | 740|-----| 01.01.1970 || Heilbronn-Klingenberg|Klingenberg || align="right" | 272|-----| 01.07.1972 || Heilbronn-Kirchhausen|Kirchhausen || align="right" | 1.147|-----| 01.01.1974 || Heilbronn-Biberach|Biberach || align="right" | 1.058|-----| 01.04.1974 || Heilbronn-Frankenbach|Frankenbach || align="right" | 889|-----| 01.04.1974 || Heilbronn-Horkheim|Horkheim || align="right" | 486|}=== Einwohnerentwicklung ===Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ã?mter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.{| border="1" cellspacing="0"! style="background:#efefef;" | Jahr! style="background:#efefef;" | Einwohnerzahlen|-----| 1399 || align="right" | ca. 5.500|-----| 1501 || align="right" | 6.168|-----| 1618 || align="right" | ca. 6.000|-----| 1769 || align="right" | 6.077|-----| 1803 || align="right" | 5.692|-----| 1830 || align="right" | 10.703|-----| 1849 || align="right" | 12.377|-----| 1. Dezember 1871 ¹ || align="right" | 18.955|-----| 1880 ¹ || align="right" | 24.446|-----| 1. Dezember 1890 ¹ || align="right" | 29.941|-----| 1. Dezember 1900 ¹ || align="right" | 37.891|-----| 1. Dezember 1910 ¹ || align="right" | 42.688|-----| 16. Juni 1925 ¹ || align="right" | 45.520|-----| 16. Juni 1933 ¹ || align="right" | 68.953|-----| 17. Mai 1939 ¹ || align="right" | 77.569|-----|1944 ¹ || align="right" | 46.350|-----| 13. September 1950 ¹ || align="right" | 64.643|-----| 6. Juni 1961 ¹ || align="right" | 89.100|-----| 27. Mai 1970 ¹ || align="right" | 101.646|-----| 30. Juni 1975 || align="right" | 114.999|-----| 30. Juni 1980 || align="right" | 111.509|-----| 30. Juni 1985 || align="right" | 111.188|-----| 27. Mai 1987 ¹ || align="right" | 110.970|-----| 30. Juni 1990 ¹ || align="right" | 115.055|-----| 30. Juni 1997 || align="right" | 121.500|-----| 31. Dezember 2003 || align="right" | 120.705|}¹ Volkszählungsergebnis=== Religionen ===Der Neckarraum wurde während der Besiedlung durch die Franken unter Chlodwig um das Jahr 500 christlich. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Stadtnamens wird im Jahr 741 auch eine christliche Michaelsbasilika (heute: Kilianskirche) erstmals in Heilbronn erwähnt. Der Deutsche Ritterorden errichtet ab dem 13. Jahrhundert eine Ordenskirche in Heilbronn. Beide Kirchen werden kontinuierlich ausgebaut, und es folgen weitere Kirchen- und Klosterbauten auf dem heutigen Stadtgebiet.Um das Jahr 1050 wird urkundlich auch eine bedeutende Judensiedlung in der Judengasse (heute: LohtorstraÃ?e) genannt. Im Jahr 1298 werden beim so genannten Rintfleisch-Pogrom 143 Juden ermordet. Um 1350 kommt es im Zuge der Pest-Epidemie in Europa erneut zu Ausschreitungen gegen die Heilbronner Juden. Das Stadtrecht von 1361 gemahnt den Stadtrat, Juden in der Stadt aufzunehmen. Bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts herrscht in Heilbronn jedoch wieder Missgunst gegen Juden, die ab 1490 mit Zustimmung Kaiser Friedrichs III. aus der Stadt gewiesen werden.Heilbronn gehörte zum Bistum Würzburg, die reichsstädtischen Dörfer Böckingen, Neckargartach und Frankenbach zum Bistum Worms. Ab 1514 war der gebürtige Heilbronner Johann Lachmann Pfarrverweser in St. Kilian. 1521 wurde er Prediger, ab 1524 vertrat er Luthers Thesen und führte fortan die Reformation in Heilbronn gegen den Widerstand der Bistümer durch. Nachdem 1528 in Heilbronn die Reformation abgeschlossen war, blieb die Reichsstadt über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Der Rat und die Bürgerschaft bekannten sich geschlossen zum Protestantismus. Katholiken waren unerwünscht, Juden war es verboten, sich in Heilbronn niederzulassen. Heilbronn beteiligte sich am 19. April 1529 auch an der Protestation zu Speyer, die heute als Geburtsstunde des Protestantismus gilt.Mit dem Zeitalter der Aufklärung zog Glaubensfreiheit in Heilbronn ein. Seit 1803 durften sich Juden wieder in Heilbronn ansiedeln und ab dem frühen 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken in die Stadt. Juden wurden in den 1860er Jahren rechtlich wieder anderen Bürgern gleichgestellt. Nach dem Ã?bergang an Württemberg 1803 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats und einer Prälatur ("Sprengel" Heilbronn mit einem "Regionalbischof") der Evangelische Landeskirche in Württemberg|Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Protestanten stellen bis heute die Bevölkerungsmehrheit. Die katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Heilbronn der Diözese Rottenburg-Stuttgart.Um das Jahr 1920 bildeten sich in Heilbronn erste Gruppen der "Ernsten Bibelforscher" (heute: Zeugen Jehovas). Die relativ kleine Gemeinde wird während des Nationalsozialismus angefeindet, zahlreiche Gemeindemitglieder sterben in Konzentrationslagern. Die etwa 350 Personen umfassende jüdische Gemeinde muss im November 1938 mit ansehen, wie ihre prachtvolle Heilbronner Synagoge in Flammen aufgeht. Im Zuge der anschlieÃ?enden Judenverfolgung wird die jüdische Gemeinde praktisch ausgerottet.Die Zeugen Jehovas errichten 1953 in Heilbronn wieder einen Versammlungssaal, dem zahlreiche weitere Säle bis in die Gegenwart folgen.Durch die starke Ansiedlung von Gastarbeitern und Ã?bersiedlern aus islamischen oder russisch-orthodoxen Ländern stellen solche Glaubensrichtungen seit den 1970er Jahren einen wachsenden Bevölkerungsanteil. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind seit den 1990er Jahren zahlreiche islamische Moscheen entstanden.== Politik ===== Wappen und Flagge ===Das Wappen der Stadt Heilbronn zeigt in Gold den rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Reichsadler, belegt mit einem von Rot, Silber und Blau geteilten Brustschild. Die Stadtflagge ist Rot-WeiÃ?-Blau.Der Adler ist das Symbol der Reichsfreiheit, welche die Stadt Heilbronn bis 1803 genoss, bevor sie zum Herzogtum beziehungsweise Königreich Württemberg kam. War der Adler das vielen Reichsstädten gemeinsame Zeichen der unmittelbaren Unterstellung unter das Reich, so war und ist der zweimal geteilte Brustschild das eigentliche unterscheidende Zeichen für Heilbronn. Ã?ber die Herkunft der Farben des Brustschildes ist viel gerätselt worden. Während in den Marksteinbüchern von 1556, 1581 und 1681 die Farben Blau-WeiÃ?-Rot überliefert sind, zeigen das Schützenbuch des Stuttgarter ArmbrustschieÃ?ens von 1560 und das â??Cäciliensteinbuchâ?? von 1594 die Reihenfolge Rot-WeiÃ?-Blau, die sich durchgesetzt hat und auch heute noch in der Stadtflagge beachtet wird. Für 1645 ist bezeugt, dass die Heilbronner Stadtknechte diese Farben auf ihren Mänteln getragen haben. Die Deutung von Prof. Dr. Dürr (Heft II des Historischen Vereins Heilbronn, Jahrgang 1882), der in einer gründlichen Abhandlung über das Heilbronner Stadtwappen die Farben von dem Wappen des Bistum Würzburg|Bistums Würzburg, von dem Heilbronn einst abhängig war, herleitet, ist am wahrscheinlichsten.===Stadtoberhaupt===An der Spitze der Stadt Heilbronn stand zunächst der königliche Vogt und der SchultheiÃ?. Später standen der Stadt zwei Bürgermeister vor. In württembergischer Zeit wurde vom König ein '''Bürgermeister''' eingesetzt, später erhielt dieser den Titel '''Oberbürgermeister'''. 1529 - ????: Hans Riesser, Bürgermeister 1803 - 1819: Georg Christian Franz Kübel, Bürgermeister 1819 - 1822: Lebrecht Landauer, Oberbürgermeister 1822 - 1835: Johann Clemens Bruckmann, StadtschultheiÃ? 1835 - 1848: Heinrich Titot, StadtschultheiÃ? 1848 - 1869: Christian August Klett, StadtschultheiÃ? 1869: Josef Baur, StadtschultheiÃ? 1869 - 1884: Karl Wüst, Oberbürgermeister 1884 - 1904: Paul Hegelmaier, Oberbürgermeister 1904 - 1921: Adolf Göbel|Dr. Paul Adolf Göbel, Oberbürgermeister 1921 - 1933: Emil Beutinger|Prof. Emil Beutinger, Oberbürgermeister 1933 - 1945: Heinrich Gültig, Oberbürgermeister 1945 - 1946: Emil Beutinger|Prof. Emil Beutinger, Oberbürgermeister 1946 - 1948: Paul Metz, Oberbürgermeister 1948 - 1967: Paul Meyle, Oberbürgermeister 1967 - 1983: Hans Hoffmann|Dr. Hans Hoffmann, Oberbürgermeister 1983 - 1999: Manfred Weinmann|Dr. Manfred Weinmann, Oberbürgermeister 1999 - {{CURRENTYEAR}}: Helmut Himmelsbach, parteilos, Oberbürgermeister===Stadtrat===Die Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergaben folgende [http://www.heilbronn.de/bue_rat/rat/zusammen/_files/Adressenliste.pdf Zusammensetzung des Gemeinderates]:#CDU 37,5% (-1,1) - 16 Sitze (-1)#Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD 27,0% (-2,5) - 12 Sitze (=)#FDP (Deutschland)|FDP 9,2% (-0,5) - 4 Sitze (=)#Bündnis 90/Die Grünen|GRÃ?NE 8,0% (+1,5) - 3 Sitze (+1)#REP 8,0% (-0,3) - 3 Sitze (=)#FW|FWV 5,9% (-0,6) - 2 Sitze (=)#Andere 4,4% (+3,5) - 0 Sitze (=)=== Städtepartnerschaften ===Heilbronn unterhält zu sechs Städten in fünf Ländern eine Städtepartnerschaft beziehungsweise -freundschaft: Béziers (Frankreich), seit 1965 Neath Port Talbot (GroÃ?britannien und Nordirland|Vereinigtes Königreich), seit 1966 Solothurn (Stadt)|Solothurn (Schweiz), seit 1981 Stockport (GroÃ?britannien und Nordirland|Vereinigtes Königreich), seit 1982 Frankfurt (Oder) (Brandenburg), seit 1988 SÅ?ubice (Polen), seit 1998== Wirtschaft und Infrastruktur ===== Verkehr ===Ã?stlich von Heilbronn verläuft die Bundesautobahn Bundesautobahn 81|A 81 Würzburg - Gottmadingen. Sie kreuzt bei Weinsberg ("Weinsberger Kreuz") die Autobahn Bundesautobahn 6|A 6 Saarbrücken - Waidhaus. Ã?ber beide Autobahnen ist die Stadt Heilbronn gut zu erreichen. Durch die Stadt selbst führen die BundesstraÃ?en BundesstraÃ?e 27|B 27 Blankenburg - Schaffhausen, die BundesstraÃ?e 39|B 39 Frankenstein (Pfalz) - Mainhardt und die BundesstraÃ?e 293|B 293 Karlsruhe - Heilbronn. Bild:heilbronn_stadtbahn_hbf1.JPG|thumb|Stadtbahnstation Heilbronn HbfHeilbronn liegt auch an verschiedenen Bahnlinien (Stuttgart-Würzburg und Stuttgart-Heilbronn-Heidelberg). Ferner gibt es eine Bahnlinie über Eppingen und Bretten nach Karlsruhe beziehungsweise über Ã?hringen nach Schwäbisch Hall. Von Karlsruhe kommend verkehren Stadtbahnen der dortigen Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (Linien S4 und S 41). Die Linien führen derzeit von Karlsruhe kommend über den Hauptbahnhof durch die Heilbronner Innenstadt und sollten ursprünglich bis 2003 bis nach Ã?hringen verlängert werden. Aufgrund von massiven Verzögerungen beim Neubau der Strecke durch das Heilbronner Stadtgebiet und bei der Sanierung und Elektrifizierung der bestehenden Strecke von Heilbronn nach Ã?hringen wird sich die Erweiterung des Stadtbahnnetzes voraussichtlich bis weit ins Jahr 2005 verzögern. Für die Zukunft sind auÃ?erdem weitere Stadtbahnlinien nach Neckarsulm, Lauffen am Neckar und Zaberfeld geplant. Die ursprüngliche StraÃ?enbahn der Stadt wurde bereits zum 1. April 1955 stillgelegt.Den sonstigen öffentlichen Personennahverkehr (Ã?PNV) im Stadtgebiet bedienen Busse der '''Stadtwerke Heilbronn (Verkehrsbetriebe)''' und verschiedene andere Verkehrsunternehmen. Die Stadt gehört dem Heilbronner Verkehrsverbund an. Bis 1960 verfügte Heilbronn über einen Obus-Betrieb.===Ortsansässige Unternehmen===Heilbronn ist Standort verschiedener Industrien. Eine der bekanntesten Heilbronner Firmen war der Lebensmittel verarbeitende Betrieb Knorr AG, heute nach mehrmaligem Verkauf eine Marke des internationalen Konzerns Unilever. Unilever betreibt in Heilbronn nach wie vor Produktion und Forschung für die Marke ''Knorr''.Die milchverarbeitende Firma Campina (Unternehmen)|Campina GmbH & Co. KG (ehemals Südmilch), eine Tochter der niederländischen Firma Campina Melkunie, hat ebenfalls ihren Sitz in Heilbronn.1929 übernahm die Firma Fiat das Heilbronner Automobilwerk der Firma NSU. Bis 1973 wurden dort Fiat-Fahrzeuge für den deutschen Markt produziert, seitdem ist Fiat Deutschland eine reine Vertriebsgesellschaft. Firmensitz ist Heilbronn, allerdings wurde die Firmenzentrale 1996 nach Frankfurt am Main verlegt. AuÃ?erdem sind in Heilbronn weitere Unternehmen des Konzerns wie die Fiat Bank GmbH ansässig.=== Dampfkraftwerk ===Im Industriegebiet von Heilbronn betreibt die EnBW AG ein groÃ?es mit Steinkohle befeuertes Kraftwerk mit mehreren Blöcken. Es ist durch seine beiden 250 Meter hohen Kamine und seinen 140 Meter hohen Kühlturm weithin sichtbar. In einem stillgelegten Block des Kraftwerks befindet sich seit 1998 das Veranstaltungszentrum "Block -E".=== Bergbau ===Südlich des Dampfkraftwerks befindet sich ein Förderturm der Südwestsalz AG. Die Südwestsalz AG betreibt in Heilbronn und Bad Friedrichshall je ein Salzbergwerk, die durch einen Stollen miteinander verbunden sind. Für das Heilbronner Bergwerk, wo der Salzabbau im Laufe der Zeit weit nach Westen fortgeschritten ist, wurde 2004 ein neuer Schacht im Westen Heilbronns fertiggestellt â?? vermutlich der letzte Bergwerksschacht, der in Deutschland überhaupt fertiggestellt wurde.=== Medien ===Heilbronn ist Sitz eines Studios des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm "SWR 4 Frankenradio" ausgestrahlt. Als Tageszeitung erscheint in Heilbronn die Heilbronner Stimme.=== Staatliche Behörden ===Heilbronn ist Sitz folgender Behörden und Einrichtungen: Handwerkskammer Heilbronn K.d.ö.R. http://www.hwk-heilbronn.de - Kammerbezirk ist die Region Heilbronn-Franken IHK Heilbronn-Franken K.d.ö.R. http://www.ihk-heilbronn.de - Kammerbezirk ist die Region Heilbronn-Franken Landratsamt Heilbronn http://www.landkreis-heilbronn.de Regionalverband Heilbronn-Franken http://www.regionalverband-heilbronn-franken.de K.d.ö.R.===Gerichte===Heilbronn verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die beide zum OLG-Bezirk Stuttgart gehören. Ferner gibt es das Arbeitsgericht Heilbronn und das Sozialgericht Heilbronn, dessen Gerichtsbezirk umfasst den Stadtkreis Heilbronn, die Landkreise Landkreis Heilbronn|Heilbronn, Landkreis Ludwigsburg|Ludwigsburg und Landkreis Schwäbisch Hall|Schwäbisch Hall sowie den Hohenlohekreis und den Main-Tauber-Kreis.=== Bildung ==='''Fachhochschule Heilbronn''' - Hochschule für Technik und Wirtschaft, University of Applied Sciences; gegründet 1962 als Staatliche Ingenieurschule, seit 1972 Fachhochschule Heilbronn und seit 1988 mit zusätzlichem Standort Künzelsau'''Steinbeis-Hochschule Berlin|Steinbeis Business School Heilbronn''' (geplant ab Frühjahr 2005) im NeckarturmAn '''allgemeinbildenden Schulen''' gibt es in Heilbronn 5 Gymnasium|Gymnasien ([http://www.ehkg-hn.de Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium], Justinus-Kerner-Gymnasium, Mönchsee-Gymnasium, Robert-Mayer-Gymnasium und Theodor-Heuss-Gymnasium), 4 Realschulen (Dammrealschule, Helene-Lange-Realschule, Heinrich-von-Kleist-Realschule Böckingen und Mörike-Realschule) und 6 Sonderschulen (Wilhelm-Hofmann-Förderschule, Pestalozzi-Förderschule, Paul-Meyle-Schule für Geistig- und Körperbehinderte, Gebrüder-Grimm-Schule für Sprachbehinderte und Hermann-Herzog-Schule für Sehbehinderte; Träger der letztgenannten ist der Landkreis Heilbronn) sowie Lindenparkschule Staatliche Schule für Gehörlose und Sprachbehinderte mit Internat - Träger ist das Land Baden-Württemberg.An Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen (teilweise mit Werkrealschule) bestehen: Grundschulen: Damm-Grundschule, Deutschorden-Grundschule Kirchhausen, Grundschule Horkheim, Grundschule Klingenberg, Grünewaldschule Grundschule Böckingen, Reinöhlschule Grundschule Böckingen, Silcherschule Grundschule und Uhlandschule Grundschule Sontheim Grund- und Hauptschulen: Albrecht-Dürer-Schule Neckargartach, Elly-Heuss-Knapp-Schule Böckingen, Fritz-Ulrich-Schule Böckingen, Gerhart-Hauptmann-Schule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Biberach, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Frankenbach, Ludwig-Pfau-Schule, Rosenauschule, Staufenbergschule Sontheim, Wartbergschule und Wilhelm-Hauff-Schule.'''Berufsbildende Schule|Berufliche Schulen''' in Trägerschaft der Stadt Heilbronn sind die Gustav-von-Schmoller-Schule - Kaufmännische Schule sowie das Technische Schulzentrum Heilbronn, bestehend aus der [http://www.jjws.de/ Johann-Jakob-Widmann-Schule] und der [http://www.wms-hn.de/ Wilhelm-Maybach-Schule]. Der Landkreis Heilbronn ist Träger der Andreas-Schneider-Schule - Kaufmännische Schule und der Christiane-Herzog-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule. Ab Herbst 2005 gibt es eine weitere Berufliche Schule, die Peter-Bruckmann-Schule - Gewerbliche und Hauswirtschaftliche Schule.Folgende '''private Schulen''' runden das schulische Angebot in Heilbronn ab: Abendrealschule Heilbronn e.V. Alice-Salomon-Schule für Erziehungshilfe (Träger ist der Kleingartacher e.V.) Berufskolleg für Grafik Heilbronn Evangelische Heimstiftung e.V. Stuttgart - Altenpflegeschule Heilbronn Freie Waldorfschule Heilbronn (Träger ist der Waldorfschulverein Unterland e.V.) Internationaler Bund e. V. Bildungszentrum Heilbronn Katholische Freie Schule Heilbronn (Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, Träger ist die Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart) Kolping-Bildungszentrum Heilbronn - Berufskolleg für Grafik-Design, Kolping-Abendgymnasium und Kolping-Akademie für Betriebswirtschaft== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==Heilbronn liegt heute in der Nähe der Mundart-Grenze zwischen dem Alemannische Dialekte|alemannischen und dem Fränkische Sprache|fränkischen Dialekt.=== Theater === Stadttheater Heilbronn, erbaut 1982 mit wechselnden Darbietungen=== Orchester === '''Württembergisches Kammerorchester e.V. Heilbronn''' - Das 1961 von Jörg Faerber gegründete Orchester spielt hauptsächlich Musik des Barock und der Klassik.=== Museen === Naturhistorisches Museum Neckarschiffahrtsmuseum (auf unbestimmte Zeit geschlossen) Städtische Galerie Deutschhof Archäologie-Museum Kleist-Archiv Sembdner=== Bauwerke ===Bild:Hn-Bollwerkturm-1900.jpg|thumb|220px|Bollwerkturm um 1900 Bild:Heilbronn-rathaus-1920.jpg|thumb|220px|Rathaus um 1920 Alter Handkran Bollwerksturm Deutschhof Dampfkraftwerk Festhalle "Harmonie" Gerichts- und Fleischhaus Götzenturm Hafenmarktturm Haus Zehender am Marktplatz [http://www.kleist.org/kaet/kaethchenhaus/index.htm Käthchenhaus] am Marktplatz Kirchen:
Deutschordensmünster
Kilianskirche (evang.) - Wahrzeichen der Stadt mit Hochaltar von Hans Seyfer
Nikolaikirche Rathaus SchieÃ?haus TrappenseeschlöÃ?chen===Sonstige Sehenswürdigkeiten === Alter Friedhof (angelegt 1530, Park seit 1882) Aussichtsturm auf dem Wartberg Ehrenfriedhof für die Opfer des Fliegerangriffs am 4. Dezember 1944 Fleinertorbrunnen Robert-Mayer-Denkmal am Eingang zum Stadtgarten Siebenröhrenbrunnen=== Natur ===Heilbronn liegt direkt am Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.=== RegelmäÃ?ige Veranstaltungen === Februar: Pferdemarkt Juni: Trollinger Marathon Juli: [http://www.gaffenbergfestival.de/ Gaffenberg Festival] Juli/August: "Unterländer Volksfest" September: "Heilbronner Weindorf" Oktober: Hafenmarkt November/Dezember: Weihnachtsmarkt um die Kilianskirche im 4-Jahres-Turnus: "Neckarfest"== Persönlichkeiten ===== Liste der Ehrenbürger von Heilbronn|Ehrenbürger ====== Söhne und Töchter der Stadt === Jäcklein Rohrbach, Böckinger Bauernführer im Bauernkrieg; hingerichtet 20. Mai|20. oder 21. Mai 1525 bei Neckargartach 1491 Johann Lachmann; â? 1538/39 in Heilbronn, Reformator 1493, 1. November; Erhard Schnepf, â? 1. November 1558 in Jena, Pfarrer, Reformator, Professor 1751 Heinrich Friedrich Füger; â? 1818 in Wien, Maler 1787, 30. März, Georg Christian Kessler; â? 16. Dezember 1842 in Stuttgart, Gründer der ersten deutschen Sektkellerei in Esslingen am Neckar. 1800, 29. November, Franz Joseph Damian Junghanns; â? 1870 in Bühl, Revolutionär 1804, Wilhelm Waiblinger; â? 1830 in Rom, Dichter und Schriftsteller 1812, Karl Etzel, † 1865 in Kemmelbach bei Linz, Eisenbahningenieur 1814, 25. November, Julius Robert von Mayer; â? 20. März 1878 in Heilbronn, Mediziner, Entdecker des Gesetzes von der Erhaltung der Energie 1821, 25. August, Ludwig Pfau; â? 1894 in Stuttgart, Dichter und Revolutionär 1838, 24. Juni, Gustav von Schmoller; â? 27. Juni 1917 in Harzburg, Nationalökonom 1846, 9. Februar, Wilhelm Maybach; â? 29. Dezember 1929 in Stuttgart, Ingenieur und Autopionier (entwickelte zusammen mit Gottlieb Daimler den ersten schnelllaufenden Benzinmotor) 1865, 13. Januar, Peter Bruckmann; â? 1937, Kunsthandwerker, Vorsitzender des Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbundes 1909-1919 1886 Hellmuth Hirth; â? 1. Juli 1938, Flugpionier, Flugzeug- und Luftschiffkonstrukteur 1903 Victoria Wolff; â? 16. September 1992, Schriftstellerin 1908 Walter Vielhauer, Politiker (KPD) 1923, 30. März, Herbert Asmodi, Dramatiker, Drehbuchautor ("Jenseits vom Paradies", "Räuber und Gendarm, eine Moritat") 1924, 30. Mai, Kurt Rebmann, Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (1977-1990) 1936, 1. Oktober, Inge Wettig-Danielmeyer, Politikerin (Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD), MdB, MdL (Niedersachsen) 1939, 31. Mai, Klaus Zwickel, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Metall 1993-2001 1946, 25. April, Andrzej Seweryn, polnischer Schauspieler 1948, 5. November, Heide Rühle, Politikerin Bündnis 90/Die Grünen|GRÃ?NE, MdEP, Bundesvorsitzende der Grünen (1990/91) 1958, 29. Oktober, Nicolette Kressl, Politikerin (Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD), MdB 1980, Sibel Kekilli, Schauspielerin, 2004 goldener Bär bei der Berlinale für eine Hauptrolle in "Gegen die Wand"== Literatur == ''Württembergisches Städtebuch''; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961== Weblinks == [http://www.heilbronn.de/ Offizielle Internetseite der Stadt] [http://www.koki-heilbronn.de/ Kommunales Kino Heilbronn] [http://www.fh-heilbronn.de/ Fachochschule Heilbronn]{{Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Baden-Württemberg}}Kategorie:Ort in Baden-Württembergen:Heilbronnit:Heilbronnno:Heilbronnsv:Heilbronn
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