Mainz
width="307" style="margin-left:1em; background:#e3e3e3;"! Wappen! Karte- style="background:#ffffff;" width="145" Bild:Wappen-Mainz.jpg140pxWappen der Stadt Mainz width="145" Bild:Karte_mainz_in_deutschland.png140pxKarte Mainz in Deutschland-! colspan="2" Basisdaten- Bundesland (Deutschland)Bundesland: Rheinland-Pfalz- Ehem. Regierungsbezirk: Regierungsbezirk Rheinhessen-PfalzRheinhessen-Pfalz- LandkreisKreis: Kreisfreie Stadt- Geografische Lage: 50° 00' n. Br. 8° 16' ö. L.- Fläche: 97,75 Quadratkilometerkm²- Einwohner: 200.919 ''(31.03.2004)''- Bevölkerungsdichte: 2.055 Einwohner/km²- Höhe: 85 m (Rhein) bis 285 m über NormalnullNN (Mainz-Ebersheim)- Postleitzahlen: 55001-55131 (''alt:'' 6500)- TelefonvorwahlVorwahlen: 06131 / 06136 (Mainz-Ebersheim)- Kfz-Kennzeichen: MZ- Amtlicher GemeindeschlüsselGemeindeschlüssel: 07 3 15 000- Stadtgliederung: 15 Ortsbezirke- Adresse der Stadtverwaltung: Jockel-Fuchs-Platz 1 55116 Mainz- Offizielle Website: [http://www.mainz.de/ www.mainz.de]- E-Mail-Adresse: [mailto:stadtverwaltung@stadt-mainz.de stadtverwaltung@stadt-mainz.de]-! colspan="2" Politik- Oberbürgermeister: Jens Beutel (Sozialdemokratische Partei DeutschlandsSPD)- Stärkste Fraktion: CDU Bild:Mainz_Rheinbruecke.jpgthumbMainz und Rhein um 1900-bild:Mainz_BlickzumRhein_1890.jpgthumbMainz um 1900'''Mainz''', gegenüber der Mündung des MainMains am Rhein gelegen, ist Landeshauptstadt und zugleich die größte Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Mainz ist Sitz einer Universität, eines Bistums sowie mehrerer FernsehenFernseh- und Rundfunkanstalten und versteht sich als eine Hochburg der rheinischen Fastnacht. Die größten Nachbarstädte sind Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt am Main.Mainz bildet eines der fünf OberzentrumOberzentren des Landes Rheinland-Pfalz.Die Einwohnerzahl der Stadt Mainz überschritt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert20. Jahrhunderts die Grenze von 100.000, wodurch die Stadt zur Großstadt wurde. Geografie Mainz liegt am linken Ufer des Rheins, der die östliche Stadtgrenze bildet. Im Süden und Westen wird die Stadt vom Rande der rheinhessischen Hochfläche begrenzt und im Norden dehnt sich ein vom Rhein zurückgewichenes Ufervorland aus. = Nachbargemeinden =Folgende StadtStädte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mainz, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:'''Rechtsrheinisch''' (Hessen): Landeshauptstadt Wiesbaden (kreisfreie Stadt, einschließlich der ehemals Mainzer Stadtteile Mainz-Kastel, Mainz-Kostheim und Mainz-Amöneburg) und Ginsheim-Gustavsburg (Kreis Groß-Gerau) '''Linksrheinisch''' die zum Landkreis Mainz-Bingen gehörigen Gemeinden: Bodenheim, Gau-Bischofsheim und Harxheim (Verbandsgemeinde Bodenheim), Mommenheim (Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim), Zornheim, Nieder-Olm, Ober-Olm, Klein-Winternheim und Essenheim (alle Verbandsgemeinde Nieder-Olm), Wackernheim und Heidesheim am Rhein (Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein) und Budenheim (verbandsfreie Gemeinde) = Stadtgliederung =Das Stadtgebiet von Mainz ist entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Mainz in '''15 Ortsbezirke''' aufgeteilt. Jeder Ortsbezirk hat einen aus jeweils 13 direkt gewählten Mitgliedern bestehenden Ortsbeirat und einen ebenfalls direkt gewählten Ortsvorsteher, der Vorsitzender des Ortsbeirats ist. Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Ortsbezirk berühren, zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Mainz. Die Ortsbezirke sind zum Teil in ''Stadtteile'' untergliedert. Diese Einteilung dient jedoch lediglich statistischen Zwecken.Die Ortsbezirke der Stadt Mainz: Altstadt Neustadt Oberstadt Hartenberg-Münchfeld Mombach Gonsenheim Finthen Mainz-BretzenheimBretzenheim (mit Zahlbach) Mainz-MarienbornMarienborn Lerchenberg (Mainz)Lerchenberg Drais Hechtsheim Mainz-EbersheimEbersheim Weisenau Mainz-LaubenheimLaubenheim Layenhof Geschichte Benutzer:Moguntiner/Projekt Mainz) umfassend überarbeitet. Wenn Sie Informationen in den Text einfügen wollen, schauen Sie bitte dort, oder warten Sie, bis das Projekt hier eingefügt werden kann (etwa kurz nach Weihnachten). Mit freundlichen Grüßen, Moguntiner (am 16.12.04 um 15:37 CET)>Mainz gehört zu den Älteste Stadt Deutschlandsältesten Städten Deutschlands. Der Ursprung der Stadt geht zurück auf die Gründung eines Stützpunktes durch die Römisches ReichRömer bei einer Kelten-Siedlung. Der römische Name für Mainz ''Moguntiacum'' leitet sich von der Keltenkeltischen Gottheit "Mogon" her. Im Laufe der Geschichte veränderte sich der Name der Stadt mehrmals: 9. Jahrhundert Maginza, 12. Jahrhundert Megunze, dann Megenze und ab 1320 Meintz beziehungsweise Mentz oder Mainz. Der heute amtliche Name war ab dem 16. Jh. vorherrschend und ist seit dem 18. Jahrhundert allein im Gebrauch.Von Mainz aus wurden die Germanen und Slawen Christianisierungchristianisiert. Der Erzbischof von Mainz gehörte zu den sieben KurfürstKurfürsten, die den deutschen Kaiser wählten und war KanzlerErzkanzler des Heiliges Römisches Reich Deutscher NationHeiligen Römischen Reiches. Neben Rom ist Mainz die einzige Diözese die den Titel ''heiliger Stuhl'' (sancta sedes) führt. Bis zur Säkularisation war Mainz Erzbistum, der Mainzer Bischof verstand sich als Stellvertreter des Papstes nördlich der Alpen und bezeichnete sich im Mittelalter als Primas Primas Germaniae.Im August 1235 fand in Mainz der Reichstag (HRR)Reichstag unter Friedrich II. (HRR)Kaiser Friedrich II. statt. Er verkündete den Mainzer Landfrieden, das erste Gesetz in deutscher Sprache, mit dem die Fehde eingeschränkt und eine organisierte Gerichtsbarkeit - das Königliches KammergerichtKönigliche Hofgericht - institutionalisiert wurde. Um 1450 erfand der Mainzer Bürger Johannes GutenbergJohannes Gensfleisch zu Gutenberg in der Stadt den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Diese Erfindung, die das Verbreiten von Schriften in hoher Auflage ermöglichte, läutete das Medienzeitalter ein.Während des ersten KoalitionskriegeKoalitionskrieges war die Stadt 1793 für wenige Monate das Zentrum der so genannten Mainzer Republik, dem ersten demokratischen Staatswesen auf deutschem Boden, und Sitz des Rheinisch-Deutscher NationalkonventRheinisch-Deutschen Nationalkonvents. In Napoléon Bonapartenapoleonischer Zeit gehörte Mainz zu Frankreich und war Hauptstadt des französischen Département (Frankreich)Départements Departement Donnersbergdu Mont-Tonnerre (''Donnersberg''). Nach dem Abzug der französischen Truppen kam Mainz im Jahre 1816 - mit dem umliegenden Gebiet als die "Provinz Rheinhessen" - zum Großherzogtum HessenGroßherzogtum Hessen-Darmstadt, blieb aber Festung des Deutscher Bunddeutschen Bundes mit einer Garnison aus preußischen und österreichischen Truppen.Die Universität wurde im Jahr 1477 gegründet und Ende des 18. Jahrhundert geschlossen. Die jetzige Johannes-Gutenberg-Universität MainzMainzer Universität ist eine Neugründung aus der Nachkriegszeit.Im Zuge der Grenzziehung zwischen der amerikanischen und französischen Besatzungsmacht nach dem Zweiter WeltkriegZweiten Weltkrieg wurde 1945 der Rhein als Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen festgelegt. Hierbei wurden die Mainzer Stadtteile Mainz-KastelKastel, Mainz-AmöneburgAmöneburg und Mainz-KostheimKostheim treuhänderisch unter die Verwaltung der späteren Hessenhessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gestellt. Bis heute weigert sich Wiesbaden, diese Stadtteile an Mainz zurückzugeben. Die ebenfalls rechtsrheinischen Stadtteile Ginsheim-GustavsburgGustavsburg, Ginsheim und Bischofsheim (Mainspitze)Bischofsheim wurden wieder selbständige Gemeinden. Mainz wurde Hauptstadt des neu geschaffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz. = Eingemeindungen =Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Mainz eingegliedert wurden.Bild:Population Statistics Mainz.pngthumbright271pxBevölkerungsentwicklung - bgcolor="#efefef" '''Jahr''' '''Orte''' '''Zuwachs in ha'''- 13. Jahrhundert Selenhofen (heute nicht mehr abgrenzbar) ?- 23. Mai 1805 Zahlbach ?- 1. April 1907 Mombach 608- 1. April 1908 Kastel und Amöneburg ¹ 1.332- 1. Januar 1913 Kostheim ¹ 953- 1. Januar 1930 Bretzenheim 1.343- 1. Januar 1930 Weisenau 390- 1. Januar 1930 Bischofsheim ² 930- 1. Januar 1930 Ginsheim-Gustavsburg ² 1.477- 1. April 1938 Gonsenheim 1.058- 8. Juni 1969 Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn ?¹ ''seit September 1945 unter treuhänderischer Verwaltung der Stadt Wiesbaden'' ² ''seit September 1945 eigenständige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau'' = Einwohnerentwicklung =Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Es liegen Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst zugrunde. ! Jahr! Einwohnerzahlen- 1463 5.750- 1771 26.753- 1799 etwa 21.000- 1822 26.800- 1852 36.741- 1871 47.483- 1890 71.395- 1900 84.335- 1910 110.634- 16. Juni 1925 ¹ 108.537- 16. Juni 1933 ¹ 142.627- 17. Mai 1939 ¹ 124.760- 13. September 1950 ¹ 88.369- 6. Juni 1961 ¹ 134.400- 27. Mai 1970 ¹ 174.900- 30. Juni 1975 183.500- 30. Juni 1980 186.700- 30. Juni 1985 188.200- 27. Mai 1987 ¹ 172.524- 30. Juni 1997 185.500- 31. Dezember 2002 202.411- 31. März 2004 200.919¹ Volkszählungsergebnis = Einwohner der Stadt Mainz =''laut Melderegister am 31.03.2004'' style="border: 0px solid black; text-align: center;"! style="border: 1px solid black; background:#efefef;" rowspan="2" Stadtteil style="border: 1px solid black; background:#efefef;" colspan="3" Haupt- und Nebenwohnsitz style="border: 1px solid black; background:#efefef;" colspan="3" Hauptwohnsitz style="border: 1px solid black; background:#efefef;" colspan="3" Nebenwohnsitz - style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Gesamt style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Ausländer style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Deutsche style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Gesamt style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Ausländer style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Deutsche style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Gesamt style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Ausländer style="border: 1px solid gray; background:#eeeeee;" Deutsche- style="border: 1px solid gray;" Altstadt 16.104 3.229 12.875 14.099 3.130 10.969 2.005 99 1.906- style="border: 1px solid gray;" Neustadt 27.152 6.673 20.479 24.534 6.533 18.001 2.618 140 2.478- style="border: 1px solid gray;" Oberstadt 21.221 3.628 17.593 18.612 3.538 15.074 2.609 90 2.519- style="border: 1px solid gray;" Hartenb./Münchf. 16.090 2.931 13.159 13.976 2.834 11.142 2.114 97 2.017- style="border: 1px solid gray;" Mombach 13.194 2.859 10.335 12.596 2.824 9.772 598 35 563- style="border: 1px solid gray;" Gonsenheim 20.296 2.530 17.766 19.011 2.487 16.524 1.285 43 1.242- style="border: 1px solid gray;" Finthen 14.109 1.829 12.280 13.476 1.803 11.673 633 26 607- style="border: 1px solid gray;" Bretzenheim 19.103 2.265 16.838 17.375 2.211 15.164 1.728 54 1.674- style="border: 1px solid gray;" Marienborn 3.869 694 3.175 3.572 681 2.891 297 13 284- style="border: 1px solid gray;" Lerchenberg 6.265 924 5.341 5.883 900 4.983 382 24 358- style="border: 1px solid gray;" Drais 3.184 154 3.030 2.997 152 2.845 187 2 185- style="border: 1px solid gray;" Hechtsheim 15.351 1.630 13.721 14.814 1.615 13.199 537 15 522- style="border: 1px solid gray;" Ebersheim 5.471 643 4.828 5.298 638 4.660 173 5 168- style="border: 1px solid gray;" Weisenau 10.327 1.674 8.653 9.391 1.627 7.764 936 47 889- style="border: 1px solid gray;" Laubenheim style="border-bottom: 1px solid gray;" 9.183 style="border-bottom: 1px solid gray;" 809 style="border-bottom: 1px solid gray;" 8.374 style="border-bottom: 1px solid gray;" 8.653 style="border-bottom: 1px solid gray;" 792 style="border-bottom: 1px solid gray;" 7.861 style="border-bottom: 1px solid gray;" 530 style="border-bottom: 1px solid gray;" 17 style="border-bottom: 1px solid gray;" 513- style="font-weight: bold;" Gesamt style="font-weight: bold;" 200.919 style="font-weight: bold;" 32.472 style="font-weight: bold;" 168.447 style="font-weight: bold;" 184.287 style="font-weight: bold;" 31.765 style="font-weight: bold;" 152.522 style="font-weight: bold;" 16.632 style="font-weight: bold;" 707 style="font-weight: bold;" 15.925- = Religionen =Um 343 ist das Bistum Mainz erstmals sicher erwähnt. Quellen, die das Bistum bis ins 1. Jh. datieren sind nicht als gesichert anzusehen. Um 780/782 wurde Mainz zum Erzbistum erhoben. Erster Erzbischof von Mainz wurde Lullus (Lul)Lullus, der bereits im Jahre 754 Nachfolger von Bonifatius (der als Missionsbischof nur den persönlichen Titel Erzbischof führte) geworden war. Das Bistum wurde später eines der führenden geistlichen und zugleich weltlichen Territorien des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Der Erzbischof war gleichzeitig einer der 7 Kurfürsten, die den deutschen König wählten. Die Reformation konnte im katholischen Kurfürstentum daher kaum Fuß fassen. 1797 zerbrach das Erzbistum durch die Wirren der französischen Revolution, so dass es 1803 aufgelöst wurde. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam das Territorium überwiegend zu Frankreich, ab 1816 dann zum Großherzogtum Hessen (daher die Bezeichnung Rheinhessen). 1821 wurde Mainz erneut Bischofssitz eines neu zugeschnittenen Bistums für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt, das der Kirchenprovinz Freiburg unterstellt wurde. Die katholischen Gemeinden der Stadt gehören daher heute zum Dekanat Mainz innerhalb der Diözese Mainz.Seit 1715 gab es in Mainz eine kleine lutherische Garnisonsgemeinde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden vermehrt die inzwischen in die Stadt zugezogenen Protestanten geduldet, eigene Kirchen erhielten sie jedoch zunächst nicht. 1802 wurde die erste evangelische Kirchengemeinde als "unierte" gegründet, das heißt sie hatte sowohl lutherische als auch reformierte Gemeindeglieder. Sie galt als Vorbild für die 1822 durchgeführte Union beider Konfessionen in Rheinhessen. 1832 wurde Rheinhessen auch kirchlich Bestandteil der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen, wo Rheinhessen eine eigene Superintendentur bildete. Nach vorübergehender Verlegung des Sitzes der Superintendentur nach Darmstadt 1882 wurde Mainz 1925 erneut Sitz. 1934 wurde aus der Superintendentur die Propstei Rheinhessen, in der nunmehr mit Nassau vereinigten Kirche. Die Kirchengemeinden der Stadt gehören seither - sofern sie nicht einer Freikirche angehören - zum Dekanat Mainz (Propstei Rheinhessen) der Evangelische Kirche in Hessen und Nassauevangelischen Kirche in Hessen und Nassau.Auch die Neuapostolische Kirche ist in Mainz mit mehreren Gemeinden vertreten. Politik Der Erzbischof von Mainz war in früheren Jahrhunderten auch Oberhaupt der Stadt. Doch gab es auch einen Rat der Stadt, der geringfügige Rechte hatte, beispielsweise Ernennung des Schultheißen. Immer wieder versuchte die Stadt, sich vom Erzbischof zu lösen, was jedoch nur teilweise für mehr oder weniger kurze Zeit gelang. 1160 erschlugen die Bürger den Erzbischof Arnold von Selenhofen, wofür sie von Kaiser Friedrich I. Barbarossa mit dem Verlust ihrer Mauer und ihrer Freiheiten bestraft wurden. Ab 1462 war die Stadt endgültig unter der Obrigkeit des Erzbischofs. Dieser setzte einen Hauptmann, später Amtmann beziehungsweise "Vicedom", als Vertreter des Erzbischofs ein. Während der Schwedenzeit (Dreißigjähriger Krieg) stand an der Spitze der Stadt ein Schultheiß. Nach der französischen Besitzergreifung 1798 wurde in Mainz die Munizipalverfassung mit einem Maire an der Spitze eingeführt. In hessischer Zeit ab 1816 wurde Mainz Hauptstadt der Provinz Rheinhessen und Sitz eines Kreises (bis 1835, später entstand dann ein Kreis Oppenheim und schließlich wieder ein neuer Landkreis Mainz). Die Stadt blieb bei ihrer Bürgermeisterverfassung. An der Spitze stand somit ein Oberbürgermeister. Die Stadtverfassung innerhalb Hessens wurde mehrmals verändert und 1935 wurde die deutsche Gemeindeordnung eingeführt. 1938 schied die Stadt aus dem Landkreis Mainz aus und wurde eine kreisfreie Stadt.''siehe auch'': Liste der Oberbürgermeister von Mainz =Stadtrat =:CDU 23 Sitze:SPD 17 Sitze:GRÜNE 9 Sitze:FDP (Deutschland)FDP 5 Sitze :REP 4 Sitze:ödp 2 Sitze = Wappen =Das Wappen der Stadt Mainz zeigt zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene, schräg gestellte, sechsspeichige silberne Räder auf rotem Untergrund. Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.Das Mainzer Rad als Wappensymbol taucht erstmals im späten 14. Jahrhundert auf, nachdem zuvor der Martin von ToursHeilige Martin als Schutzpatron der Stadt auf den Siegeln abgebildet war. Die Herkunft des Rades ist mit dem Wappen des KurmainzKurfürstentums Mainz zu erklären, das ebenfalls das Rad im Wappen führte und das über die Stadt herrschte.Zur Abgrenzung zum Staatswappen wurde im 16. Jahrhundert das Rad schräg gestellt. Zwischen 1811 und 1915 trug das Wappen noch ein besonderes Schildhaupt. = Städtepartnerschaften =Mainz unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft: Watford, Grafschaft Hertfordshire (Großbritannien und NordirlandGroßbritannien), seit 1956 Dijon (Frankreich), seit 1957 Longchamp (Frankreich), seit 1966 mit dem heutigen Mainzer Stadtteil Laubenheim Zagreb (Kroatien), seit 1967 Rodeneck (Italien), seit 1977 mit Mainz-Finthen Valencia (Spanien)Valencia (Spanien), seit 1978 Haifa (Israel), seit 1981 Erfurt (Thüringen), seit 1988 Louisville (Kentucky)Louisville, Bundesstaat Kentucky (USA) seit 1994Eine Städtefreundschaft besteht seit 1984 mit der Stadt Baku in Aserbaidschan. Wirtschaft und Infrastruktur = Verkehr =Durch das Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn 60 Dreieck Nahetal-Darmstadt und von dieser abzweigend in Richtung Norden nach Wiesbaden die Bundesautobahn 643A 643. Richtung Süden führt die Bundesautobahn 63A 63 über Alzey nach Kaiserslautern. Ferner führen die Bundesstraßen Bundesstraße 99 und Bundesstraße 4040 durch das Stadtgebiet. Außerdem verfügt Mainz im Stadtteil Finthen über einen ganzjährig geöffneten Flugplatz_Mainz-FinthenVerkehrslandeplatz mit 1000 m Asphaltbahn (ICAO-Code '''EDFZ'''). Den ÖPNVöffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der MVG (Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH ? Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Mainz AG) sowie anderer Verkehrsunternehmen. Ferner ist die Stadt an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-VerkehrsverbundRhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) zu benutzen. Gleichzeitig ist die Stadt Mitglied im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN). Der Mainzer Hafen hat eine Fläche von 30 ha, einen GüterumschlagUmschlag von 1,3 Mio t und wird jährlich von 2.200 Schiffen angefahren (2003). = Medien =In Mainz wurde der Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden (um 1450).Die Stadt Mainz ist Sitz des ZDFZweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), des Landesfunkhauses Rheinland-Pfalz des SüdwestrundfunkSüdwestrundfunks (SWR) sowie des Studios Rhein-Main der privaten Rheinland-Pfälzischen Rundfunk GmbH & Co KG Radio RPRRPR.Als Tageszeitung erscheinen die "Allgemeine Zeitung (Mainz)Allgemeine Zeitung" sowie die "Mainzer Rhein-Zeitung". = Bildung und Forschung = Die '''Universität Mainz''' wurde 1477 gegründet, 1798 unter französischer Herrschaft aufgehoben; im Jahre 1823 wurde der Lehrbetrieb gänzlich eingestellt. Die nun '''Johannes Gutenberg-Universität Mainz''' genannte Universität nahm am 15. Mai 1946 den Lehrbetrieb wieder auf. Sie ist heute die größte Universität des Landes Rheinland-Pfalz. Für Medizin ist die Medizinische Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität die einzige Studienmöglichkeit in Rheinland-Pfalz '''Fachhochschule Mainz''', gegründet 1971 als Teil der Fachhochschule Rheinland-Pfalz mit mehreren Standorten. Vorgängereinrichtungen waren unter anderem Bildungseinrichtungen für Bauingenieure, Kunsthandwerker und Künstler. 1996 wurde sie als eigenständige Fachhochschule mit drei Fachbereichen neu gegründet (Architektur, Bauingenieurwesen, Geoinformatik und Vermessung; Gestaltung; Wirtschaftswissenschaften). Katholische Fachhochschule für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Praktische Theologie Mainz; gegründet 1971 von den Bistümern Mainz, Bistum FuldaFulda, Bistum SpeyerSpeyer, Bistum TrierTrier und Erzbistum KölnKöln. '''Max-Planck-Institut für Chemie (Otto-Hahn-Institut)''' '''Max-Planck-Institut für Polymerforschung''' Kultur und Sehenswürdigkeiten = Theater = Staatstheater Mainz (Bis Ende 1989: Stadttheater Mainz; Oper, Operette, Schauspiel, Ballett) Frankfurter Hof Mainzer Kammerspiele unterhaus - Mainzer Forumtheater = Orchester und Chöre = '''Bläser-Ensemble Mainz''' - Das Ensemble wurde 1967 von Klaus Rainer Schöll gegründet und widmet sich der Musik von Gabrieli bis zur Moderne. '''Mainzer Domchor '''Domkantorei St. Martin''' '''Mainzer Kammerorchester''' ''' Bachchor Mainz''' = Museen = Gutenberg-Museum Mittelrheinisches Landesmuseum Museum für antike Schifffahrt Naturhistorisches Museum Römisch-Germanisches Zentralmuseum Römisches Isis- und Mater Magna-Heiligtum Mainzer Fastnachtsmuseum = Literatur = Mainzer Stadtschreiber LiteraturBüro Mainz = Bauwerke = Altes Zeughaus Antoniterkapelle Augustinerkirche (Mainz)Augustinerkirche Bassenheimer Hof Christuskirche Dalberger Hof Deutschhaus, 1793 Sitz des Rheinisch-Deutscher NationalkonventRheinisch-Deutschen Nationalkonvents, heute des Landtags von Rheinland-Pfalz Mainzer Dom, das Wahrzeichen der Stadt Eisenturm Erthaler Hof Osteiner Hof Haus zum römischen Kaiser (Gutenbergmuseum) Karmeliterkirche Kurfürstliches Schloss MainzKurfürstliches Schloss Rathaus Römisches Theater MainzRömisches Bühnentheater, Ausgrabungen am Südbahnhof St. Christophkirche St. Emmeranskirche St. Ignaz (Mainz)St. Ignazkirche St. Johanniskirche St. Peter (Mainz)St. Peterskirche St. Quintin (Mainz)St. Quintinskirche St. Stephan (Mainz)St. Stephanskirche (mit den Marc ChagallChagall-Fenstern) Schönbornhof Zitadelle Mainz = Weitere Sehenswürdigkeiten = Kirschgarten Sektkellerei Kupferberg Naturschutzgebiet Mainzer Sand Lennebergwald Römersteine Schillerplatz Stadtpark Feuervogel am Rheinufer ZDF-Sendezentrum Wildpark Gonsenheim = Clubs und Diskotheken =Für Interessierte ist nicht nur am Wochenende was los, jeden Mittwoch ist in Mainz "Club- und Diskotag". Mittwochs ist der Eintritt in die Clubs, die fast alle geöffnet haben, vielerorts frei. = Regelmäßige Veranstaltungen = Januar/Februar: Zahlreiche FastnachtFastnachts-Prunksitzungen (darunter "Mainz bleibt Mainz"); Rosenmontagsumzug Februar: Verleihung des deutschen Kleinkunstpreises im unterhaus Mai: Minipressen-MesseMainzer Minipressen-Messe;Gutenberg-Marathon Mai/Juni: Open-Ohr-Festival in der Zitadelle Mai/Juni: Feldbergstraßenfest in der Neustadt Mai bis September: "Mainz lebt auf seinen Plätzen" Juni: Johannisnacht (Volksfest) Juli-August Skate Nights August/September: Mainzer Weinmarkt November: Mainzer Büchermesse November/Dezember: Weihnachtsmarkt = Sport = 1. FSV Mainz 05 Fußballverein; im Jahr 2004 erstmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen Gutenberg-Marathon Persönlichkeiten Bedeutende Persönlichkeiten in Mainz sind unter anderem : Winfried BonifatiusBonifatius, Bischof von Mainz ab 747 Paul Josef Crutzen, Ozonforscher und Nobelpreisträger ( 1933) Johannes Gutenberg, Mann des Jahrtausends. Eigentlich J. Gensfleisch, um 1400, Erfinder des Buchdrucks. Eine Statue von ihm befindet sich gegenüber des Staatstheaters. -Gutenberg-Universität -Gutenberg-Marathon''Siehe auch:'' Liste der Mainzer Persönlichkeiten Literatur ''Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland''; Band IV 3. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1964 Weblinks [http://www.mainz.de/ Website der Stadt] [http://radbruch.jura.uni-mainz.de/seiten/studium/studinmainz/studstadt.html Über die Geschichte der Stadt]Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalzen:Mainzeo:Majencoes:Magunciafr:Mayenceit:Magonzaja:????la:Moguntiacumms:Mainznl:Mainzno:Mainzpl:Moguncjapt:Mainzsv:MainzKategorie:MainzKategorie:Ort in Rheinland-Pfalz
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